Innenminister a.D. Dr. Richard Dewes predigt in der Lorenzkirche
Kirchweih in Probstzella
10/31/11
Bei strahlendem Herbstwetter konnte Probstzella wieder auf besondere Weise Kirchweih feiern.
Schon am Samstagvormittag schauten zahlreiche Neugierige beim Herbstmarkt im Park vor dem Haus des Volkes herein, wo bis zum Abend ein feines Angebot aus Kunsthandwerk und kulinarischen Spezialitäten der Region feilgeboten war. Mit Zwiebelkuchen und anderen Köstlichkeiten hatte das Haus des Volkes aufgewartet, denen bis zum frühen Abend zahlreiche Besucher im schönsten Sonnenschein zusprachen. Die Händler waren zufrieden und notierten sich schon das Datum der nächsten Kirchweih in ihrem Marktkalender. Kräftig weitergefeiert wurde am Abend beim Kirchweihtanz im Roten Saal.
Zum Kirchweihgottesdienst am Sonntag hatte Pfarrer Christian Leist-Bemmann wieder Gemeindekirchenrat und kommunalen Gemeinderat neben allen Christen, Nichtchristen und Sympathisanten der Kirchgemeinde eingeladen, die er in der Lorenzkirche willkommen hieß. Er dankte der politischen Einheitsgemeinde für die gedeihliche Zusammenarbeit und das gute Miteinander, das mit dem Entzünden der alljährlich von der Einheitsgemeinde gestifteten Kerze durch Bürgermeister Marko Wolfram symbolisch bekräftigt wurde. Zum vierten Mal in Folge hatte Pfarrer Leist-Bemmann wieder einen Gastprediger mit sowohl politischem als auch theologischem Hintergrund eingeladen. In diesem Jahr stieg der frühere thüringische Innenminister Dr. Richard Dewes auf die Kanzel der Lorenzkirche. Der promovierte Theologe und Jurist ermunterte in seiner aufrüttelnden Predigt die Christen, dem Beispiel Jesu zu folgen und Stachel im Fleisch der Gesellschaft zu sein, die Christlichen Werte zu bewahren und zum Maßstab des Handelns zu nehmen. Er rief dazu auf, die Finger in Wunden zu legen und sich einzumischen statt tatenlos Unrecht zuzusehen. Die Christen müssten wieder lauter werden und sich bemerkbar machen.
Im Anschluss an den Gottesdienst traf sich die Festgemeinde zu einem Empfang im Haus des Volkes.